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Verlauf der Diemel

Bericht von Wolfgang Becker:

Die Diemel floss bis ca.1600 von Marsberg kommend in Richtung Gut Westheim.Von da aus war das geringe Flussbett in Richtung heutiger Friedhof, unterhalb des Hoppenberges in Richtung Heiligenhaus. Vor dem Hügel am Steinbrink (Heiligenhaus) nahm sie dann den Weg Richtung Kehlberg (Im Volksmund Kuckuck). Da das Gut Westheim immer wieder vom Hochwasser heimgesucht wurde,beschlossen die Herren von Calenberg die Diemel am Ort vorbei zu führen. Man brauchte aber gleichzeitig Wasser für die Versorgung für Mensch und Tier (Vieh). Es wurde ein Wehr angelegt (Blockwehr). Das Wasser floss direkt am Gut vorbei. Als im Jahre 1830 die erste Provinzialstrasse gebaut wurde, mußte der Graben verlegt werden. Die Strasse verlief von Arnsberg nach Beverungen. In Beverungen konnte man die Weser mit einer Fähre bzw. durch eine Furt queren, um in Richtung Norden zu kommen.

Bevor die Strasse gebaut wurde verlief der Weg vom Marsberger Diemelsberg, dem Westheimer Diemelsberg, durch den Hoppenberg in Richtung Hoppenbeeke (Heute Aussiedlerhöfe). Am Billinghauser Busch trennte sich der Weg. Links ging es in  Richtung Kleinenberg, geradeaus Richtung Scherfede. Man wundert sich, daß der Eingang vom Schloss Westeim von hinten gelegen ist, aber in Wirklichkeit damals zum Weg zeigte. Diese Wege sind heute noch zu erkennen bzw. werden sie noch genutzt.

Als die Esenbahn im Jahr 1870 gebaut wurde, war man gezwungen den Mühlengraben nochmals zu verlegen.

Die Westheimer Mühle wurde um 1650 gebaut. Die genaue Legende des Mühlengrabens habe ich mit Herrn Winfied Holtey in mühseliger Arbeit herausgesucht. Sie ist am neuen Mühlengraben-Denkmal nachzulesen.