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Zur Brauereigeschichte

Die BRAUEREI WESTHEIM ist eine mittelständische Privatbrauerei, seit ihrer Gründung vor über 130 Jahren in Familienbesitz. Zur Brauerei gehört das 570 Hektar große Gut Westheim mit Land- und Forstwirtschaft. Die Landwirtschaft ist seit 1994 verpachtet.

Zunächst etwas zur Geschichte: Nach dem Aussterben der Herren von Westhelm im 15. Jahrhundert gelangte das Gut in den Besitz der Herren von Calenberg (Burg Calenberg bei Warburg), deren Westheimer Linie 1813 ausstarb .



1840 kaufte Graf Josef zu Stolberg, der Ururgroßvater des heutigen Eigentümers, das Gut Westheim für 68.000 Thaler. Er brachte zunächst die bestehende Brennerei in Schwung. Im Jahr 1848 begann er mit dem Verkauf des seit altershehr auf dem Gut Westheim für den Eigenbedarf gebrauten Bieres, nachdem der damalige Rentmeister Kloke aufgrund einer Missionspredigt gegen den Schnapsmissbrauch eigenhändig die teuere Brennereieinrichtung zerstört hatte. Der Bierverkauf kam jedoch bald zum Erliegen .

1860 -1875 war das Gut Westheim verpachtet. 1862 nahm der Gutpächter Döring den Braubetrieb wieder auf. Seitdem besteht die Brauerei durchgehend, so dass 1862 als das Gründungsjahr der BRAUEREI WESTHEIM bezeichnet werden kann. Unter dem nachfolgenden Pächter G. Wilhelm Arens aus Bredelar, der um 1865 einen jungen auswärtigen Brauer namens Mergell nach Westheim holte, kam die Brauerei zu Ansehen. Einen ersten Aufschwung nahm die Brauerei als 1870/71 die Ruhrtalbahn gebaut wurde und viele Bauarbeiter nach Westheim kamen.

1876 nahm der Urgroßvater des heutigen Eigentümers, Hermann Graf Stolberg, Brauerei und Gut aus der Pacht zurück. Die Brauerei wurde nach modernsten Gesichtspunkten ausgebaut. 1930 wurden die Bezeichnung "Westheimer Hirschbräu" und der Wappenhirsch warenzeichenrechtlich geschützt .Der Hirsch ist das Wappentier der Grafen zu Stolberg und der Gemeinde Westheim .

Alleineigentümer, alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der GRÄFLICH ZU STOLBERG ´SCHEN BRAUEREI WESTHEIM GMBH ist Josef Freiherr von Twickel, dem seine Mutter, eine geborene Gräfin Stolberg , die Brauerei zum 1. Januar 1995 übereignete. Herr von Twickel ist verheiratet und hat drei Kinder.

In der Brauerei wurde von 1975 bis 1995 ausschließlich eine Biersorte gebraut, das "WESTHEIMER Premium Pilsner". Ende 1995 ist die Spezialität GRAF STOLBERG DUNKEL hinzugekommen. Hiermit entspricht die Brauerei der zunehmenden Nachfrage nach dunklen Bieren. Der Ausstoßanteil liegt bei ca. 15 Prozent. Der Jahresausstoß einschließlich Handelsmarken ( DIEBELS ALT; Maisel ´s Bierspezialitäten, Malzbier "tut gut") und alkoholfreien Getränken liegt über 100.000 Hektolitern ( 1 hl = 100 I). 1985 lag der Ausstoß bei 83.000 hl, 1975 bei 42.000 hl.

Der Fassbieranteil am Eigenbierausstoß liegt bei 44 Prozent (Bundesdurchschnitt unter 30 Prozent). Rund 70 Prozent der Biere werden über den Getränkefachgroßhandel vertrieben. Das Absatzgebiet liegt schwerpunktmäßig zwischen Paderborn , Meschede, Korbach, Kassel und Höxter. Seit Mitte 1990 ist die Brauerei mit gutem Erfolg auch in den neuen Bundesländern vertreten, hauptsächlich im Raum Halle / Saale.

Die BRAUEREI WESTHEIM verfügt über kristallklares Brauwasser aus drei eigenen im Schlosspark und am Hoppenberg gelegenen Brunnen. Der dritte Brunnen vorn im Schlosspark (hinter der Werkstatt) ist nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens seit 1994 in Betrieb. Dort entdeckte man in 39 m Tiefe ein großes Wasserreservoir bester Qualität .

Die Brauereigeschichte wurde von Josef Freiherr von Twickel zur Verfügung gestellt.